Mauer, Wall und Gräben


Dieburg wurde um 1220 mit einer rund 1,3 Kilometer langen Stadtmauer umgeben, die 7 bis 8 Meter hoch war, vier Wehrtürme, drei Tortürme und zwei weitere Türme besaß. Außerhalb der Mauer gab es einen doppelten Wehrgraben, der rund um Dieburg führte.
Plan des mittelalterlichen Dieburg
Zeichnung von Valentin Karst.
Ergänzungen von Heinz Schirling
Der noch vorhandene Herrngraben war als äußerer Stadtgraben ein Teil dieses Abwehrsystems. Er begleitete die Stadtmauer im Süden, Osten und Norden. Parallel dazu folgte der innere Wehrgraben direkt vor der Stadtmauer. Zwischen den beiden Gräben verlief ein steiler Wall, der ebenfalls zum Verteidigungssystem der Stadt gehörte. Bis ein Angreifer vor der Stadtmauer stand, hatte er also erst einmal drei Hindernisse zu überwinden.
Im Westen wurde die Stadt durch die Burg gesichert, die ebenfalls von zwei Gräben und einen Wall umgeben war (das heutige Albinische Schloss).
An diesem Punkt stehen Sie auf dem verfüllten inneren Burggraben.
Schematische Darstellung von Stadtmauer, Wall und Gräben.
Zeichnung Heinz Schirling
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