Händelstraße

Dieser Bericht erschien am 4. Januar 2022 im "Dieburger Anzeiger".


haendelGeorg Friedrich HändelGeorg Friedrich Händel ist, neben Johann Sebastian Bach, der bedeutendste Komponist des Barockzeitalters. Neben den weltberühmten Orchestersuiten Wassermusik und Feuerwerksmusik haben rund 40 Opern und 25 Oratorien, darunter Der Messias, bereits zu seinen Lebzeiten Händels Ruhm begründet. 
Händel kam am 23. Februar 1685 in Halle an der Saale als Sohn eines wohlhabenden Barbiers und Wundarztes zur Welt.
Die gesicherten Informationen zu Händels Kindheit sind dürftig, aber anscheinend erlernte er bereits mit sechs Jahren heimlich das Clavicordspiel und begann im Alter von neun Jahren zu komponieren. Händels musikalischer Werdegang begann, als Herzog Johann Adolf I. den achtjährigen Knaben in Weißenfels Orgel spielen hörte. Der Herzog erblickte in Händel augenblicklich ein großes Talent und überredete den gänzlich unmusikalischen Vater dazu, seinen Sohn die Musikerlaufbahn einschlagen zu lassen.
1703 zog es Händel nach Hamburg, wo gerade das 1678 eröffnete erste deutsche Opernhaus aufblühte. Im dortigen Orchester spielte Händel Violine und später Cembalo.
1705 wurde Händels erste Oper Almira mit großem Erfolg in Hamburg aufgeführt. Bald darauf reist er zum ersten Mal nach London, wo die triumphale Uraufführung seiner Oper Rinaldo im Februar 1711 den entscheidenden Wendepunkt in seinem bis dahin schon sehr erfolgreichen Leben markiert. 
1714 wird der Kurfürst von Hannover zum britischen König Georg I. gekrönt. Für ein rauschendes Fest Georgs I. komponierte Händel später die weltberühmte Wassermusik. Im Frühjahr 1719 übernahm Händel die Leitung eines neuen Opernunternehmens, der Royal Academy of Music am King’s Theatre. Auch im neu erbauten Covent Garden lenkte er die musikalischen Geschicke.
1741 komponierte Georg Friedrich Händel sein wohl bedeutendstes Werk, das Oratorium Messiah. Die Uraufführung fand in Dublin zugunsten von Schuldgefangenen und Armenkrankenhäusern statt, woraus sich eine Tradition entwickelte: Der Erlös sämtlicher Aufführungen seines meistgeliebten Werkes kommt armen und notleidenden Menschen zugute.
Am 14. April 1759 verstarb Händel als wohlhabender und hochgeehrter 74-jähriger Mann. Er wurde in der Westminster Abbey beigesetzt, eine der größten Ehren, die Großbritannien zu vergeben hat. (Quelle: klassikakzente.de)