Goethestraße

Dieser Bericht erschien am 29. November 2021 im "Dieburger Anzeiger".


Die Goethestraße führt von der Kettelerstraße in Richtung Schlossgarten, wobei sich in am Ende die Goetheschule befindet.

goetheJohan Wolfgang GoetheGoethe wurde geboren am 28. August 1749 in Frankfurt am Main als Johan Wolfgang Goethe. Gemeinsam mit seiner Schwester Cornelia wurde er fast ausschließlich vom Vater in den damals üblichen Fächern Schreiben, Rechnen, Geschichte und Geographie sowie in fünf verschiedenen Sprachen unterrichtet. Außerdem erhielt er Unterricht im Tanzen, Reiten und Fechten. 
Früh interessierte er sich für Theater und Literatur, während der französischen Besatzung Frankfurts 1759 besuchte er häufig das französische Theater. Mit 16 Jahren besaß er eine so umfassende Bildung, dass die Eltern beschlossen, ihn zur Universität zu schicken. 
1765 begann er sein Studium der Rechte in Leipzig. Er lernte Herder und Lenz kennen und verliebte sich in Frederike Brion. Es entstanden die „Sesenheimer Lieder“, das „Heideröslein“ und „Willkommen und Abschied“. 
In Leipzig und Straßburg wurde Goethe zum führenden Dichter der literarischen Bewegung „Sturm und Drang“ wie „Prometheus“ oder dem Drama „Goetz von Berlichingen“. 
Seine Liebe zu Charlotte Buff verarbeitet er später im Roman „Die Leiden des jungen Werther“, was ihm Weltruhm einbrachte. 
Am 7. November 1775 traf Goethe in Weimar ein und wurde in viele Regierungsämter eingespannt, faktisch war er Kabinettschef (Ministerpräsident). 
Als universal Interessierter beschäftigt er sich intensiv mit Biologie. 1784 entdeckt er am menschlichen Schädel den Zwischenkieferknochen, was einer Sensation gleichkam, weil damit die Verwandtschaft zwischen Mensch und Tier nachgewiesen war. 
1786 floh er nach Italien. Später nannte man diesen zweijährigen Aufenthalt „Italienische Reise“. 1791 übernahm er die Leitung des Weimarer Hoftheaters. 
Mit Goethe, Schiller, Herder, Wieland und dem Gedankenaustausch Goethes mit Johann Gottlieb Fichte und den Brüdern Humboldt wurde Weimar das geistige Zentrum Deutschlands. 
1794 begann die intensive Zusammenarbeit der beiden genialen Dichter Schiller und Goethe. Goethes, vor allem in Italien geprägter Humanismus fand seinen Niederschlag maßgeblich in „Iphigenie auf Tauris“, und dem „Hauptgeschäft“, dem Faust. 
Am 22. März 1832 starb Goethe und wurde wenige Tage später neben Schiller und Carl August beigesetzt.
(Quelle: weimar-tourist.de/johann-wolfgang-von-goethe