Hexenprozesse in Kurmainz

03. März 2022

Der Prozess gegen Ottilia Sponseil

Ottilia Sponseil, entstammte einer angesehenen Dieburger Familie. Im Jahre 1612 wurde Ottilia zum ersten Mal gefangen genommen, gefoltert, jedoch wieder freigelassen. Ein weiteres Mal wurde sie vermutlich am 2. September 1627 gefoltert, als sie erneut verhaftet wurde. Im Protokoll über das Verhör sind folgende Äußerungen von ihr aufgezeichnet worden: Sie habe "niemalen dergleichen Zauberei Laster gelernt, könte noch wüste hiervon nichts zu sagen, wan man sie schon zu Stücken risse, oder solde sie so manch Teufel hollen als sie Haar auf dem Kopf hab". Ihr wurde daher jetzt vorgehalten, dass sie ohnehin keine Chance habe, schließlich hätten alle ihren Namen bereits genannt. Ottilia Sponseil antwortete auf die Fragen gemäß des im Hexenprozess üblichen Fragenkatalogs (Specialia Interrogatoria) nur sehr knapp und lieferte somit nur wenige Details von der Hexenhochzeit oder anderen vermeintlichen Treffen. War es ihr als eine der wenigen gelungen, noch 1612 dem Scheiterhaufen zu entkommen, so hatte sie im Jahre 1627 keine Chance.
Ottilia Sponseil wurde vermutlich im November 1627 verbrannt.

Textzusammenfassung aus "Der Prozess gegen Ottilia Sponseil" auf regionalgeschichte.net

Weiterführende Informationen unter "regionalgeschichte.net"
Die Verhörprotokolle von Ottilia Sponseil

 

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Ottilia Sponseil 1627 - ein Schicksal 
Filmausschnitt aus "Zeitreise in den Odenwald-Teil 2" von Frau Larissa Anton
Dauer ca. 12 Minuten